Gut das Ihr in Deutschland mehr Lobbyisten beschäftigt als die schweizer Banken. Wo sich in der Politik ja gerade alles nur darum dreht, ob es legitim ist, eine CD mit Daten über Steuersünder “raubzukopieren” (sogar gegen Bezahlung), kommt die bayrische Justizministerin Beate Merk (CSU) zu der spontanen Erleuchtung:
Zitat: “Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen.” (Quelle)
Was Frau Merk damit ausdrücken will ist ja klar, das es nicht schlimm ist die Daten anzukaufen, weil es ja keinen Diebstahl gab und es sich damit nicht um Hehlerware handeln soll. Einen Diebstahl gab es wohl wahrscheinlich wirklich nicht, denn wer stiehlt schon Daten physikalisch? Die Daten wurden unrechtmässig vervielfältigt, und damit handelt es sich zwar um keinen Diebstahl, aber um eine Verletzung irgendwelcher Schutzrechte, also z.B. dem Urheberrecht.
Aber schön zu sehen wie Politiker sich rhetorisch alles so drehen wie es gerade gebraucht wird. Mal schauen ob Frau Merk diese Aussage nochmal überdenkt, wenn die Schweizer ihre Drohung wahr machen, alle Konten deutscher Amtsträger in der Schweiz offen zu legen.