Spiegel Online und diverse andere Seiten berichten über eine Großrazzia gegen Chemikalienhändler, die Chemikalien zur Drogenherstellung vertrieben haben sollen. 600 Wohnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen betroffen sein. Klingt ja erstmal alles sehr böse.
Was mich dabei ein Bisschen wundert, sind solche Aussagen hier:
Zitat aus dem Spiegel Artikel: “Die vertriebenen Chemikalien selbst fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, aber die Produkte, die man daraus herstellen kann”
Es handelt sich also um legale Stoffe, mit denen da gehandelt wird? Und nur weil man damit unter Umständen irgendwie Drogen herstellen könnte werden 600 Wohnungen durchsucht? Also entweder ist irgend etwas legal, oder etwas ist nicht legal, aber so etwas finde ich merkwürdig. Wenn ich ein Küchenmesser kaufe, könnte ich damit auch evtl. jemanden erstechen, aber es steht der Polizei nicht zu hier voreilige Schlüsse zu ziehen.
Von Sven Borkert am 09.07.2008 um 18:43 Uhr
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Laut dem Spiegel sind aus einer Anlage bei Avignon 30.000 Liter einer uranhaltigen Flüssigkeit in die Umwelt entwichen. Insgesamt etwa 360 Kilogramm reines Uran.
Natürlich besteht laut Sprechern mal wieder kein Grund zur Sorge:
“Die Gefahr für die Bevölkerung sei gering, sagte ein Sprecher der Behörde.”
Klar, laut dem Welt Artikel letzens wissen wir ja auch, dass z.B. Tschernobyl eigentlich ganz harmlos war.
Es wurden ja auch in angrenzenden Flüssen nur um Faktor tausend erhöhte Uranwerte gemessen, alles ganz harmlos.
Die Strahlung an sich ist ja auch wirklich erstmal nicht das Problem, aber wer aus dem Fluss jetzt trinkt, oder Fische isst, oder auf welchem Weg auch immer davon etwa in den Körper bekommt, der hat ein sehr deutlich erhöhtes Risiko auf Krebs. Und 360 Kilogramm sind nun echt keine kleine Menge. Statistiker könnten jetzt mal ausrechnen, wieviele Menschen durch diesen Vorfall an Krebs sterben werden, das lässt sich wohl recht gut berechnen.
Von Sven Borkert am 08.07.2008 um 22:05 Uhr
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Endlich auch mal ein erfreuliches Urteil. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine Haftung bei offenem WLAN verneint und damit einigen anderen Urteilen widersprochen.
Mal sehen, ob die nächste Instanz das auch noch so sieht.
Von Sven Borkert am 08.07.2008 um 20:23 Uhr
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Jedes Kind, außer es ist eventuell rassistisch veranlagt. Sag jedenfalls die britische Kinderschutzbehörde (NCB), laut einem Spiegel Artikel.
“Reagiere ein Dreijähriges Kind mit “Igitt” oder “Bäh”, wenn ihm fremdartiges, scharf gewürztes Essen vorgesetzt werde, könne dies als rassistisch geprägter Vorfall gewertet werden…”
Also mit 3 Jahre mochte ich jedenfalls noch kein scharf gewürztes, fremdartiges Essen, und ich glaube auch nicht das es viele so junge Kinder gibt die das tun.
Von Sven Borkert am 08.07.2008 um 20:19 Uhr
gespeichert unter Politik
Ein paar Zitate, an denen man sieht was wir an der CSU haben:
Joachim Herrmann: “Bayern wird als erstes Bundesland die Rechtsgrundlagen für Online-Durchsuchungen schaffen”, “Damit zeigen wir erneut, wer Marktführer im Bereich innere Sicherheit in Deutschland ist.”
Herbert Ettengruber: “Es gibt kein zivilisiertes Land dieser Welt, wo diese Dinge nicht gesetzlich erlaubt sind”
Manfred Weiß: “Die präventive Rasterfahndung sei ebenfalls für eine effektive Gefahrenabwehr “unerlässlich”"
Quelle: Artikel auf heise.de
Und das man in die Wohnungen Verdächtiger einfach mal heimlich eindringen darf, ist für die CSU offenbar eh ganz normal. Jaja, in so zivilisierten Ländern wie dem Iran oder China, da ist alles besser, da darf man bespitzeln und schnüffeln wie es sich für einen guten Staat gehört. Da darf man auch Verbrecher einfach wegsperren, ohne das man was beweisen kann, schließlich weis man ja schon das die schuldig sind, da stört das mit dem Beweisen nur. Das ist modern und liegt im Trend, sieht man auch an den USA.
Verpisst euch doch und mauert euch irgendwo ein, dann seit ihr sicher vor Terroristen und Kriminellen. Echt jetzt!
Andere Blogeinträge zum Thema:
http://netzpolitik.org/
http://blog.fefe.de/
Von Sven Borkert am 07.07.2008 um 19:33 Uhr
gespeichert unter Politik Stasi 2.0 Terror
Wer hatte das gedacht? Die britische Open Rights Group hats nochmal analysiert und ist zu dem offensichtlichen Schluss gekommen. Heise berichtet darüber. Durch die komplett fehlende Transparenz gibt es bei elektronischen Wahlen nichts zu beobachten, das war irgendwie schon immer klar. Die Papierausdrucke hinterher haben keinerlei echte Beweiskraft, niemand kann genau wissen, wie die Maschine zu dem Ergebnis gekommen ist. Bei Nachzählungen ist man sogar gelegentlich auf deutliche Fehlerraten gestossen:
Zitat aus dem Heise Artikel: “In mindestens zwei Wahlkreisen” so der Report, hätte die Abweichung sogar den Vorsprung des siegenden Kandidaten übertroffen.
Tja, genau wie bei den Amis. Auf den Mond fliegen, aber keine Maschine bauen können die Zettel korrekt zählt.
Von Sven Borkert am 07.07.2008 um 19:09 Uhr
gespeichert unter Politik Technik
Gerade eben fand ich diesen erschreckenden Bericht bei Panorama, der über einige (hoffentlich nur) Extremfälle im Verhalten der Arbeitsgemeinschaften berichtet.
Da wird eine Frau fast 3 Monate lang permanent observiert(!), weil man vermutet Sie könnte mit einem Mann zusammen wohnen und daher zu Unrecht Leistungen beziehen, und hinterher kommt noch als als Krönung die Aussage, dass es ja den Steuerzahler nichts gekostet hätte, weil der Mitarbeiter das in seiner Freizeit gemacht hat! WTF??!! Ich dachte sowas nennt man Stalking und das wäre verboten?
Von Sven Borkert am 07.07.2008 um 18:28 Uhr
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