Die Sache ist schon was älter, dazu hatte ich damals schon was geschrieben. Nun gab es wohl nach über einem Jahr mal einen Bericht beim MDR darüber.
Auf Politblog.net wird der ganze Fall nochmal ausgiebig erklärt und mit interessanten Links verziert. Sehr lesenswert und irgendwie auch sehr schockierend.
Sowas kann es auch echt nur ein Bayern geben, oder? Jedenfalls innerhalb Deutschlands.
Von Sven Borkert am 29.04.2008 um 20:10 Uhr
gespeichert unter Stasi 2.0 Terror
Annalist beschreibt in ihrem Blog nochmal ausführlich, wie es so war, als eines Morgens die Polizei vor der Tür stand und die Bude ausgiebigst durchsucht hat.
Wer es noch nicht gehört hat, es ging dabei um einen Berliner Soziologen, der wegen der Wortwahl in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen unter Terrorverdacht geraten, und Monate lang überwacht worden ist. Offensichtlich ohne Ergebnis.
Artikel dazu auf Heise.de
Von Sven Borkert am 29.04.2008 um 19:57 Uhr
gespeichert unter Stasi 2.0
So, jetzt wissen wir was wir von unserem “Staatsminister für Kultur und Medien”, Bernd Neumann, zu halten haben.
Kultur gibt es nur noch für Menschen die sie auch bezahlen können. Wozu brauchen Arbeitslose auch Kultur?
Wieder mal schön zu sehen, für wen unsere Politiker sich eigentlich einsetzen. Warum schenkt man nicht gleich offiziell den grössten Firmen alle wichtigen Position in der Politik und lässt sie ihre Gewinne maximieren? Ist doch jetzt auch schon so, nur das man jetzt immer noch versucht dem dummen Volk vorzugaukeln es würde irgend wen interessieren was der normale Bürger will.
Fefe hat zu dem Thema auch einen sehr schönen Artikel geschrieben.
Von Sven Borkert am 27.04.2008 um 11:06 Uhr
gespeichert unter Politik
Bald bekommen die USA von Deutschland sogar Informationen über sexuelle Vorlieben und Gewerkschaftszugehörigkeit von sog. “Terror verdächtigen”. Jedenfalls wenn der Bundespräsident zustimmt, und Bundestag und Bundesrat das Gesetzt beschließen. Bleibt also noch ein bisschen Hoffnung.
Stellt sich nur die Frage: Was haben die sexuellen Vorlieben eines Verdächtigen mit Terrorismusbekämpfung zu tun? Vielleicht “Wer Sex nicht nur in der Missionarsstellung hat ist nicht wirklich religiös und kein ernst zu nehmender Terrorist?”.
Und wem haben wir das zu verdanken? Schäuble und Zypries arbeiten Hand in Hand mit dem US Heimatschutzministerium. Warum arbeitet Deutschland mit so einer Behörde zusammen? Wenn man so die Nachrichten liest, was die so machen, dann läuft es einem echt kalt den Rücken runter. Mir fehlen da wirklich die (legalen) Worte.
Von Sven Borkert am 27.04.2008 um 10:46 Uhr
gespeichert unter Politik Stasi 2.0
Im US Bundesstaat Maine macht man sich laut einem neuen Gesetz strafbar, wenn man Kinder in der Öffentlichkeit falsch anguckt.
Man befand es als unbefriedigend, dass man bei Menschen die Kinder anschauen, nichts weiter machen konnte als ihnen zu sagen sie sollen gehen:
“”There was no violation of law that we could enforce. There was nothing we could charge him with,” Alexander said.”
Aber mit dem neuen Gesetz hat man diesen Missstand natürlich korrigiert:
“Under the bill, if someone is arrested for viewing children in a public place, it would be a Class D felony if the child is between 12 to 14 years old and a Class C felony if the child is under 12, according to Alexander.”
Bin ja mal gespannt wie lange es dauert bist die ersten Rentner auf Parkbänken verhaftet werden, weil sie Kindern beim Spielen zugeguckt haben. Vielleicht sollten Kinder dort einfach alle einen Schleier tragen, damit niemand mehr sie ansehen kann?
Von Sven Borkert am 17.04.2008 um 12:45 Uhr
gespeichert unter Justiz
Interessanter Artikel auf Lawblog.de, über einen Polizeibeamten, der offenbar eine Durchsuchung für angemessen hält, nur weil ein jugendlicher 400 Euro auf einer öffentlichen Party dabei hat. Könnte ja ein Drogendealer (oder was auch immer) sein. So viel mal wieder zur Unschuldsvermutung. Vermutlich ein Einzelfall, aber das erinnert mich an einen Kollegen von mir, der Beamter ist, und der mir ausführlich erzählt hat, dass er als Beamter im Dienst über dem Gesetz steht und sich prinzipiell über alles hinweg setzen darf.
Meine Vermutung dazu ist ja, das die bei der Polizei einfach so wenig verdienen, dass sie sich nicht vorstellen können, dass es auch deutlich wohlhabendere Menschen als sie selbst gibt.
Von Sven Borkert am 16.04.2008 um 10:34 Uhr
gespeichert unter Stasi 2.0
In den USA hat man offenbar mittlerweile vor allem Angst, was ein bisschen von der Norm abweicht. So wurden in Washington D.C. nun einige Menschen verhaftet, die nachts vor dem Jefferson Memorial getanzt hatten, angeblich wegen Ruhestörung. Schon krass wie hart stellenweise daran gearbeitet wird, einem wirklich noch die letzte und simpelste Freiheit zu nehmen.
Von Sven Borkert am 16.04.2008 um 08:29 Uhr
gespeichert unter Justiz
Eben bin ich auf einen interessanten Artikel im Blog der Rootkit-Expertin Joanna Rutkowska gestoßen. Das Blog hatte ich schon länger in meiner Linksammlung, da Frau Rutkowska auf dem 23C3 einen sehr interessanten Vortrag zum Thema “Stealth Malware” gehalten hat. Den Vortrag gibt es als Video im Netz.
Jedenfalls geht es in dem oben genannten Artikel um das “proof of concept” Rootkit Bluepill. Diese Software, es handelt sich um einen Windows Kernel Treiber, nutzt die Virtualisierungsfunktionen moderner CPUs aus, in dem es das laufende System in eine virtuelle Umgebung verschiebt und es so vollständig kontrolliert. Der ganze Vorgang geht so schnell, dass der Benutzer am Rechner davon nichts mitbekommt. Durch diese Form der Kontrolle ist das Rootkit durch Antiviren Software nicht erkennbar, da es nicht im Kontext des Betriebssystemes läuft, sondern darunter liegt und sich so vollständig verbergen lässt.
Die aktuelle Version von Bluepill ist jedenfalls jetzt so weit entwickelt, dass auf dem virtualisierten Betriebssystem noch weitere Virtualisierungssoftware wie VMWare oder Virtual PC funktionieren. So lässt sich dann gleich ein ganzer Server und alle virtuellen Maschinen darauf kontrollieren. Laut Frau Rutkowska ist das wahrscheinlich die erste verschachtelte hardware-gestützte Virtualisierung neben der Lösung auf IBM Mainframes.
Diese Software ist ein beeindruckendes Beispiel für die technischen Möglichkeiten heutiger Schadsoftware.
Von Sven Borkert am 13.04.2008 um 20:39 Uhr
gespeichert unter Technik
Um 1000km mit Biosprit zu fahren, benötigt man so viel Mais, dass ein Mensch davon 1 Jahr leben könnte. Und die Auswirkungen für die 3. Welt sind schon zu spüren.
Artikel auf RP-Online.
Update:
Der Intenationale Währungsfonds (IWF) warnt nun vor drohenden weltweiten Unruhen, ausgelöst durch die steiegenden Preise für Nahrungsmittel.
Zitat: “… besonders den Anbau von Pflanzen für Biosprit und damit verbunden die Biosprit-Strategie in Industrieländern verantwortlich”
Tja, die Idee mit dem Biospritt entpuppt sich ja als ziemlich heftiger Schuss in den Ofen. An den armen Teil der Bevölkerung dieser Welt hat wie üblich niemand gedacht.
Von Sven Borkert am 12.04.2008 um 09:21 Uhr
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