Jetzt hab ich doch glatt noch einen krassen Artikel über Fefes Blog gefunden, zu dem ich mal meinen Senf abgeben muss.
Da wurde in Dubai am Flughafen ein Brite festgenommen und zu 4 Jahren Haft verurteilt, weil er die Menge von 0,003g Cannabis auf dem Schuh hatte! 0,003g, das ist weniger als man mit dem Auge überhaupt sehen kann. Das ist feinster Staub. So viel Cannabis hat vermutlich jeder Mensch am Körper, alleine weil er auf diesem Planeten wohnt und weil es diese Pflanze auf diesem Planeten nunmal gibt.
Und da sind noch weitere Knaller aus der Vergangenheit in dem Artikel:
” One man has even been jailed for possession of three poppy seeds left over from a bread roll he ate at Heathrow Airport.”
Ich wusste ja auf Anhieb nicht was “poppy seeds” sind. Nachschlagen hat dann ergeben, dass es um Mohnkrümel geht! Um _Mohnkrümel_ wie sie auf jedem Mohnbrötchen drauf sind. Der wurde verhaftet weil der sich nach dem Möhnbrötchen nicht die Zähne geputzt und den Mund ausgespült hat!
Ich hab in der Vergangenheit schon mal einen ähnlichen Artikel gelesen, wo noch andere Fälle aufgelistet waren. Menschen bei denen Mengen Drogen gefunden wurden, die mit bloßem Auge unsichtbar sind, die dann zu drakonischen Strafen verurteilt wurden.
Da wurde sogar jemand zu 3 Monaten Knast verurteilt, weil er im Flughafen Liegestütze gemacht hat. Grund: “Belästigung des Flughafenbodens”.
Wenn ich all das lese stellt sich mir die Frage: Warum wird der Flughafen überhaupt von unseren Fluggesellschaften angesteuert? Ich würde niemals dort zwischenlanden wollen, denn diese Fälle sind ganz offensichtlich völlige Willkür. Wenn man lange genug sucht, findet man an jedem Menschen irgendetwas, das man mit dem Auge nicht sehen kann. Das ist doch kein Flughafen den man seinen Kunden als Zwischenstation anbieten kann, da kann ich ja besser in Bagdad zwischenlanden.
Von Sven Borkert am 08.02.2008 um 15:38 Uhr
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Offenbar hat man in den USA jetzt erkannt, dass man mit Filtern im Internet nicht wirklich gegen verschlüsseltes Filesharing ankommt. Daher schlägt der RIAA Chef Cary Sherman jetzt als Lösung vor, dass auf jedem Computer ein Filter sein sollte, der unerwünschte Daten, wie Copyright geschützte Musik, vollständig abblockt.
“The only way to make it work is to mandate the filters or have ISPs mandate that users install them to get on the Internet.”
Er will also Filter einführen, die per Gesetz jeder auf seinem Rechner installieren muss, damit er mit dem Rechner ins Internet darf. Erinnert mich wieder stark an TCPA.
Und das alles wegen _scheiß Musik_. Die Idee halte ich für genau so sinnvoll wie Polizisten in jedem Haushalt, damit niemand etwas geklautes versteckt in einer Tasche in die Wohnung tragen kann, ohne dass es bemerkt wird. Die Musikindustrie maßt sich hier mal wieder Dinge an, die ihr einfach nicht zustehen. Es ist _nur beschissene Musik_. Mit der Angelegenheit, wie die MI mit Copyright-Verletzungen klar kommt, habe weder ich, noch mein Computer, noch mein Netzbetreiber, noch sonstwer was zutun. Es ist mir schlicht egal, und ich sehe nicht ein warum die MI überall reinpfuschen will nur um sich gegen Bagatellen zu verteidigen. (Link gefunden über Fefes Blog.)
Jetzt will man ja in den USA auch noch die Universitäten dazu verpflichten, sich am Kampf gegen Filesharing zu beteiligen.
Auch hier stellt sich mir die Frage: Was haben die Universitäten mit den Angelegenheiten der Musikindustrie am Hut? Die Universitäten sind dazu da, den Menschen Wissen, und die Fähigkeit selbst zu denken zu vermitteln. Sie sind keine Hilfssheriffs der Musikindustrie, und auch nicht dazu da, die Studenten an die Titten der Musikindustrie zu pressen, in dem sie legale Musikangebote zur Verfügung zu stellen. Die Universitäten sind keine Plattenläden.
Von Sven Borkert am 08.02.2008 um 12:31 Uhr
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